Geschichte

 

 

 

1976

Tennis ist in Deutschland eine Randsportart. Weder Katja Ebbinghaus noch Iris Riedel, weder Hans Jürgen Pohmann noch Uli Pinner oder Rolf Gehring oder Karl Meiler – die damals besten deutschen Tennisspielerinnen und -spieler – erreichten einen höheren Bekanntheitsgrad.

Höchstens Jimmy Connors, Björn Borg oder Chris Evert waren mal im Fernsehen zu bewundern. Die Übertragung des Wimbledon-Finales wurde dann aber im vierten Satz abgebrochen, weil die Sendezeit beendet war...

Ein Hinweis für die jüngeren Leser: Nein, es gab damals noch kein Internet. Es gab nicht mal Privatfernsehen!

Im Frühjahr setzten sich trotzdem eine schon tennissportlich erfahrene Frau und sieben sportliche, aber überwiegend tennissportlich unerfahrene Männer zusammen und gründeten den Tennisclub Blau-Weiß Salzhausen e.V.!

Mit unbeschreiblicher Begeisterung wurden in ganz kurzer Zeit mit viel handwerklicher Eigenleistung vier Tennisplätze erstellt, Pachtverträge mit den Landeigentümern und Kaufverträge abgeschlossen. Und ruck zuck entstand ein Club mit einem aktiven Vereinsleben, das überhaupt nicht zum „Schattendasein“ des Tennissports passte!

Noch im selben Jahr startete eine Mannschaft in die Punktspielsaison. Es gab schon zwei Sandplätze und zwei Hartplätze in der Schützenstraße in Salzhausen.

 

1977 bis 1982

Bereits ein Jahr nach der Gründung kam die vereinseigene Zwei-Feld-Halle dazu. Im Oktober 1977 – gut ein Jahr nach der Gründung - hatte der Salzhäuser Tennisclub schon unglaubliche 214 Mitglieder!! 1978 entstand der Tenniskieker und 1982 wurden die beiden Hartplätze in Sandplätze umgewandelt.

Die Jungseniorinnen waren in dieser Zeit das Top-Team des TCBW. Sie starteten in der untersten Spielklasse und „marschierten“ bis in die Oberliga durch. Das heißt, sie mischten ganz Niedersachsen auf!

Die Mannschaft bestand aus Renate Betge, Babette Seidel, Gerda Hölemann, der heute noch aktiven Eva Raden, Liesel Lühr, Bärbel Ranf und Marlies Kloth.

 

1985

Jetzt bekommt der TC Blau-Weiß Hilfe von außen: Boris Becker gewinnt das Turnier in Wimbledon und auch die 16-jährige Steffi Graf war schon die Nr. 6 der Welt. Tennis war „in“. Jeder wollte Tennis gucken, viele wollten Tennis spielen – auch in Salzhausen: 1987 erreichte die Mitgliederzahl des TCBW mit 280 einen neuen Höchststand. Folgerichtig wurde ein fünfter Sandplatz gebaut.

 

1996

Das Rekordjahr des TCBW: 327 Mitglieder am 20. Geburtstag des Clubs, davon 120 Jugendliche. Der Trainer damals hieß Arthur Anderson und kam aus den USA (Carolina).

 

2016

Unabhängig von allen „Ups and Downs“, die der Tennissport in Deutschland in den letzten 40 Jahren hatte, der TC Blau-Weiß lebt! Und wie:

 

Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen des Vereins passt zur Tennis-Boom-Zeit in der zweiten Hälfte der 1980er. Dank der langjährigen intensiven Jugendarbeit und einem engagierten und kompetenten Cheftrainer Christopher Pfohe trainieren fast 100 Jugendliche in dieser Sommersaison beim TCBW!

 

Dank der Herren-30-Mannschaft gibt es auch Spitzensport auf der Salzhäuser Tennisanlage zu sehen. Die Nordliga ist die dritthöchste Liga Deutschlands. Und dort schlug sich das Team sehr gut. Bei den sieben Spielen gab es zwei Siege und zwei weitere Male schnupperte der TCBW an einem Erfolg. Da diese beiden knappen Spiele mit 4:5 verloren gingen, stand man am Ende nur auf Platz 6 und stieg damit wieder in die Oberliga ab.

Bemerkenswert auf diesem Leistungsniveau ist die Tatsache, dass mit Sven Beecken, Hauke Hinze, Marc Raßmann und Mannschaftsführer Sascha Ziegler vier Spieler in diesem Jahr in der Herren-30-Nordliga für den TCBW spielten, die dies schon 2001 in der Herren-Verbandsliga taten. Auch Moritz Trüg war damals im Team und obwohl er in München lebt, spielte er in der vergangenen Wintersaison für den TCBW! Jörg-Hendrik Bösenberg, Christian Masing, der tatsächlich alle seine sechs Einzel in der dritten Liga gewann, Michel Schuster und Dennis Schack komplettieren das aktuelle Nordliga-Team.

 

Insgesamt sind elf Mannschaften des TC Blau-Weiß am Punktspielbetrieb beteiligt: fünf Erwachsenen- und sechs Jugendteams. Sowohl das Junioren-A-Team in der Bezirksliga als auch das Midcourt-Jungen-Team in der Regionsliga schlossen ihre Gruppen als Erste ab und erreichten damit die Endrunde.

 

Ein ganz positiver Aspekt des Salzhäuser Tennisclubs ist auch die Osteria da Antonio, die seit fast sieben Jahren im Tenniskieker beheimatet ist und nicht nur die Clubmitglieder mit leckeren Speisen und Getränken und tollem Service verwöhnt.