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Berichte

Jugend-Weihnachtsfeier 2015

Auf den ersten Blick hat Tennis und Weihnachten nicht so viel gemeinsam. Auf den zweiten allerdings schon:

  1. Feiern in einer großen Gruppe: 60 Kinder und Jugendliche waren bei der diesjährigen Jugend-Weihnachtsfeier des TC Blau-Weiß dabei.

  2. Geschenke für „die Kleinen“: Die verteilte zum Abschluss der Weihnachtsmann sowohl an die richtig Kleinen als auch an die schon ziemlich Großen. Und das mit viel Spaß beim Schrottwichteln (es wurden Sachen gewichtelt, die zu Hause nicht mehr gebraucht wurden)...

  3. Man kann auch bei Weihnachtsmusik Tennis spielen! Und auch Hallenhockey, Fußball, Bobfahren, Rundlauf und auf Zielwände spielen. Dabei zielten übrigens Rune de Bel bei den Jüngsten und Justus Schierz bei den Jugendlichen am besten.

  4. Beides muss nämlich gut vorbereitet werden. Das taten Cheftrainer Christopher Pfohe und die beiden Jugendwartinnen Adelheid Danzer und Anja Hosfeld mit ihrem gesamten Organisationsteam ausgiebig und sicherten so drei Stunden Spiele, Spaß und Geselligkeit für die Salzhäuser Tennisjugend.

  5. Gutes Essen: Nein, eine Weihnachtsgans musste nicht ihr Leben lassen. Dafür gab es aber frische Waffeln von den Jugendwartinnen und Pizza von der Osteria da Antonio.

Gut, einiges war dann aber auch nur typisch „Salzhäuser Tennisjugend-Weihnachtsfeier“: So wurden die Sieger des Deutsches Tennis-Sportabzeichens, Corven Höft und René Reinhard geehrt. Ein paar Wochen vor der Weihnachtsfeier hatte Christopher Pfohe dies im Training mit seinen Schützlingen durchgeführt. 44 junge Spielerinnen und Spieler bestanden die Prüfung. Die beiden Sieger erreichten dabei 96 von 100 Punkten!
 

Foto der Weihnachtsgesellschaft mit den Trainern Dirk Weinreich (links vorn) und Christopher Pfohe (Mitte vorn, mit Weihnachtsmütze)
 

Organisatoren und Teilnehmer freuten sich über die sehr harmonische Stimmung. Zwischen dem ältesten und jüngsten Tennisspieler lagen immerhin 12 Jahre. Alle machten „voll mit“. Denn – also schon wieder eine Gemeinsamkeit mit Weihnachten – da ist etwas, das alle verbindet. Hier war es die Begeisterung für den Tennissport.

Es sind noch Hallenstunden frei!

Es gibt noch attraktive freie Hallenstunden in diesem Winter:

Mittwoch 17 - 19 Uhr !!

Wer ab 21 Uhr spielen möchte, kann dies montags, dienstags oder freitags regelmäßig buchen.

An jedem Vormittag und den ganzen Samstag und Sonntag ist ebenfalls noch viel Platz für ein Hallenabo!

"Mister Tennisclub" verabschiedet! Wir danken Thomas Ziegler für 23 Jahre Vorstandsarbeit.

Wie soll der TC Blau-Weiß nur ohne seinen langjährigen Vorsitzenden Thomas Ziegler auskommen? Jahrzehntelang arbeitete er dort im Vorstand und beeinflusste die Entwicklung des Salzhäuser Tennisclubs wie kein anderer!

 

„Er war ein versierter Tennisspieler, aber ein noch versierterer Vorsitzender.“ Dieser Ausspruch des Sportwartes Peter Lutz wurde zwar mit einem Augenzwinkern getätigt, ist aber durchaus aussagekräftig:

Seit Jahren hat Thomas Ziegler nicht mehr den Tennisplatz betreten, um darauf Tennis zu spielen. Dafür hat er sich mit Leib und Seele für die Belange des Clubs eingesetzt. Er kam sofort, wenn die Heizung in der Halle im Winter ausfiel. Er sprach mit den Banken, wenn der Dispokredit mal wieder ausgeschöpft war und er hatte stets viele Ideen (und verwirklichte diese auch!), wie der Tennisclub sich verändern müsste.

 

Bevor er 1988 in den Salzhäuser Tennisclub eintrat, in dem sein damals achtjähriger Sohn Sascha gerade ein Jahr aktiv war, hatte er vor allem mit einem leichteren Schläger zu tun: Er war fünf Jahre lang der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Squash-Verbandes und leitete von 1983 bis 1990 eine Squash-Anlage in Gifhorn.

Dass er aber auch mit dem schweren Tennisschläger umgehen kann, stellte er schnell in der Jungsenioren-Mannschaft unter Beweis. Mit seiner unorthodoxen Spielweise brachte er viele Gegner zur Verzweiflung. Ob dem sogenannten „Kugelblitz“ ein Glas Salzwasser noch einmal entscheidende Kräfte für den dritten Satz in einem Punktspiel brachte, ist zwar überliefert, soll aber an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden…

 

Durch seine zeitaufwändige Vorstandsarbeit zog er sich dann allerdings aus dem aktiven Bereich zurück. Logischerweise hat er für das nächste Jahr sein Comeback angekündigt: Von der neu gewonnenen freien Zeit soll sowohl seine Ehefrau Marianne profitieren als auch die Herren-50-Mannschaften des Clubs. Der 61-jährige möchte zunächst mit Joggen die körperlichen Voraussetzungen für seine Rückkehr auf den Tennisplatz optimieren, bevor er dann in der nächsten Sommersaison zum Schläger greifen wird.

 

Kurz nach seinem Eintritt in den Club wurde er 1988 gleich zum ersten Vorsitzenden gewählt. Außer einer vierjährigen Pause war er in den letzten 27 Jahren immer im Vorstand des Tennisclubs, seit 2009 erneut als erster Vorsitzender.

Dabei kamen dem Club seine sehr guten Verbindungen zunächst zum Tenniskreis Harburg und dann zur Tennisregion Lüneburger Heide, in der er ebenfalls einige Jahre den Vorsitz inne hatte, zum Kreissportbund, wo er mittlerweile das dienstälteste Mitglied im Sportstättenausschuss ist, und zum Niedersächsischen Tennisverband zugute.

 

In seiner Amtszeit boomte der Jugendbereich des TC Blau-Weiß. Er schaffte es, äußerst engagierte Trainer zu gewinnen, so dass heute fast 100 Kinder und Jugendliche nicht nur Vereinsmitglieder sind, sondern auch überwiegend am Trainingsbetrieb teilnehmen. Außerdem spielen viele davon erfolgreich in den Jugendmannschaften des Clubs.

 

Eine wichtige Aufgabe von Thomas Ziegler war es, eine gute Auslastung der vereinseigenen Tennishalle zu gewährleisten. Durch seine engen Kontakte zu den Nachbarvereinen gelang ihm auch dies.

Da es ohnehin nicht möglich ist, seine gesamte Arbeit für den Club aufzuschreiben, soll die Aussage „Thomas war ständig anwesend und kümmerte sich um alles“ diesen Bereich treffend - und nur unwesentlich übertrieben - zusammenfassen.

 

„Ohne Thomas geht der Verein baden.“ Dieses Zitat eines Vereinsmitgliedes ist zum Glück schon einige Jahre alt. Denn der TC Blau-Weiß ist mittlerweile ein gut geführter Verein und dafür sorgt auch Thomas Ziegler noch - auch wenn er seit dem Juni dieses Jahres keinen Vorstandsposten mehr inne hat. Er unterstützt die beiden neuen Vorsitzenden Christian Danzer und Carsten Petersen nicht nur mit Rat sondern nach wie vor auch mit Tat.

 

Der Kassenwart Jörg Dorka dankte auf der letzten Jahreshauptversammlung dem langjährigen Vorsitzenden im Namen aller Clubmitglieder für seine zahlreichen Verdienste. Und: Die Schützenstraße hat jetzt nicht nur die Nebenstraßen „Eichenkamp“ und „Am Bruchgarten“ sondern seit Juni auch den „Thomas-Ziegler-Weg“!

Helden im Sturm: Die Herren-30-Mannschaft steigt in die Nordliga auf!

Am Samstagmittag um 12 Uhr war es auf der Tennisanlage in Salzhausen endlich so weit: Die ersten drei Tennisplätze wurden von jeweils einem Spieler des Zweiten der Oberliga Niedersachsens, TC Blau-Weiß Salzhausen, und einem Spieler des Oberligameisters aus Schleswig-Holstein, TuS Lübeck, bevölkert.

Seit Wochen fieberte der Club diesem Ereignis entgegen. Ein Aufstiegsspiel in die Nordliga, die dritthöchste Spielklasse Deutschlands, gab es in der Geschichte des TC Blau-Weiß noch nicht!

 

Entsprechend gab es viel vorzubereiten: Viele Mitglieder halfen dabei und natürlich brauchte auch das Herren-30-Team eine gute Form für diesen Tag – das letzte Punktspiel in der Oberliga lag immerhin schon fast zwei Monate zurück. Selbst der bis dahin dauerverletzte Mannschaftsführer Sascha Ziegler war ins Training eingestiegen. Die kleinen Hoffnungen auf einen Einsatz von ihm im Doppel zerstoben kurz vorher, weil er sich erneut verletzte. Also mussten die sechs Spieler, die bisher eingesetzt wurden, unbedingt fit bleiben!

 

Viele Zuschauer – auch aus Lübeck – hatten sich auf der Anlage eingefunden. Die Jugendwartinnen Adelheid Danzer und Anja Hosfeld und der 1. Vorsitzende Christian Danzer verkauften mit mehreren fleißigen Helfern den ganzen Nachmittag Bratwürste, Kuchen und Getränke.

 

„Weine nicht, wenn der Regen fällt...“ Mit diesen mehrmals nur zu passenden Zeilen beginnt Drafi Deutscher seinen Song „Marmor, Stein und Eisen bricht“. Der 2. Vorsitzende Carsten Petersen musste dieses Lied zwei Mal einspielen. Die erste Regenunterbrechung kam schon nach kurzer Spielzeit und dauerte über eine Stunde, die zweite zum Glück nur wenige Minuten.

 

Damit hatte der langjährige Vorsitzende, Thomas Ziegler, der als Oberschiedsrichter fungierte, die richtige Entscheidung getroffen, nämlich das Spiel nicht in die Halle zu verlegen, wo längst nicht alle der etwa 150 Zuschauer Platz gefunden hätten.

 

Durch die Regenpausen mussten dann allerdings zeitweise mehr als drei Spiele parallel stattfinden, was für die Zuschauer zu einer Verdichtung der Spannung führte:

 

Christian Masing sorgte mit seiner Ruhe, seiner Sicherheit, seiner Laufstärke und vielen präzisen Schlägen dafür, dass er seinen Kontrahenten mit 6:2 und 6:0 dominierte und so sein Salzhäuser Team mit 1:0 in Führung brachte.

Das war es dann aber auch mit eindeutigen Ergebnissen. Seine Mannschaftskameraden mussten alle in den Match-Tiebreak, der statt eines 3. Satzes gespielt wurde! Zusätzlich gab es noch drei normale Tiebreaks!

 

Marc Raßmann ahnte schon beim Händeschütteln mit seinem 2m großen Gegner, dass ihm viele harte Aufschläge heute erwarteten. Und so kam es dann auch: Die Aufschläger bestimmten meist das Spielgeschehen. Marc Raßmann erspielte sich dann aber eine 5:3-Führung, so dass er zum Satzgewinn aufschlug. Diesen Vorteil konnte er aber nicht nutzen und als er beim Stand von 6:5 für ihn noch zwei Satzbälle vergab, verlor er seinen spielerischen Faden und damit auch den 1. Satz im Tiebreak.

Er fing sich im 2. Satz aber wieder, gewann diesen mit 6:4. Direkt danach sorgte der Regen für eine Pause zum ungünstigsten Zeitpunkt. Bei Wiederaufnahme des Spiels ging es sofort in den Match-Tiebreak. Die ersten 16 Punkte wurden alle von den Aufschlägern gewonnen! Marcs Minibreak zum 9:8 bedeutete einen Matchball bei eigenem Aufschlag, den er sofort nutzte. Das 2:0 für Salzhausen sorgte für die ersten länger andauernden Jubelstürme auf der Anlage!

 

Der am Finger verletzte Sven Beecken bekam es mit einem Gegner zu tun, der mit seiner Fitness und konstant starken Schlägen eine hohe Qualität besaß. Da ist es keine Schande zu verlieren, dachten die Zuschauer bis zum Spielstand von 3:6 und 1:4. Aber sie unterstützten ihn weiter lautstark. Das gab Sven Beecken die Energien, um doch noch eine Aufholjagd zu starten: Mit vielen spektakulären Punkten gewann er den 2. Satz noch im Tiebreak. Es folgte der Match-Tiebreak. Beim Stand von 6:3 für den Spieler vom TuS Lübeck wurde Sven von Krämpfen geplagt. Mannschaftsführer Sascha Ziegler leistete erste Hilfe und tatsächlich gelang Sven der Ausgleich zum 6:6. Wenig später wehrte er noch drei Matchbälle ab und gewann mit 12:10. Die Zuschauer auf der Terrasse tobten, denn nun stand es schon 3:0 für den TC Blau-Weiß!

 

Die Nr. 1 des Teams, Hauke Hinze, fand sich schnell mit den schwierigen Bedingungen an diesem Tag zurecht: starke Windböen, ständig wechselnde Lichtverhältnisse und feuchte Tennisplätze. Doch er konnte seine Führung nicht in einen Satzgewinn ummünzen. Beim Stand von 4:6 und 0:1 haderte er mit sich und der Welt. Welche Worte sein Mannschaftskamerad Marc Raßmann fand, um ihn wieder in die Spur zu bringen, ist nicht überliefert – aber die Wirkung seiner Worte: Hauke Hinze gab im zweiten Satz kein Spiel mehr ab, gewann diesen also 6:1, und führte im Match-Tiebreak ruck zuck mit 9:3. Dann kam sein Gegner aber wieder auf, wehrte vier Matchbälle ab – nur noch 9:7. Aber den fünften Matchball nutzte er. Wieder brach Jubel aus, aber man sah auch in viele ungläubige Gesichter: 4:0 – diese Führung war wirklich unfassbar!

 

von links nach rechts:

stehend: Jörg-Hendrik Bösenberg, Hauke Hinze, Dennis Schack, Christian Masing

knieend: Sascha Ziegler, Marc Raßmann, Sven Beecken 

 

Der ehemalige Bundesliga-Spieler Dennis Schack legte in seinem Spiel großen Wert auf kurze Ballwechsel. Das heißt, er versuchte schnell einen direkten Punkt zu machen. Im ersten Satz ging seine Taktik noch auf: Er gewann ihn im Tiebreak. Im zweiten Satz setzte sich die Laufstärke des Spielers vom TuS Lübeck durch. Dennis verlor diesen mit 2:6. Also wieder Match-Tiebreak... Dieses Mal bejubelten die zahlreichen aus Lübeck angereisten Zuschauer den ersten Punkt ihrer Mannschaft.

 

Jörg-Hendrik Bösenberg hatte einen Gegner, der mit harten Aufschlägen, harten Vorhänden und präzisen Volleys agierte und damit den besseren Beginn hatte. Als es Jörg-Hendrik Bösenberg mehr und mehr gelang, seinem Gegenüber auf der Rückhandseite zu beschäftigen und dann auch selber Gewinnschläge anzubringen, drehte sich der erste Satz noch: Jörg gewann ihn mit 6:4. Im zweiten Satz boten beide Spieler tolles Tennis – nach fast jedem Ballwechsel applaudierten die Zuschauer. Jörg kam die letzten beiden Spiele des 2. Satzes nicht mit dem böigen Wind zurecht und so verlor diesen Satz mit 3:6. Vorübergehend verlor er dabei auch seine Konzentration, fand diese im Match-Tiebreak aber schnell wieder. Der Druck auf ihn wuchs noch, als vom Nebenplatz die Nachricht von der Niederlage von Dennis Schack kam. Jörg gelangen noch zwei wichtige Rückhand-Longline-Winner. So erspielte er sich eine 9:6-Führung. Den zweiten Matchball nutzte er und war damit der Held des Tages: Der 5:1-Zwischenstand bedeutete die Entscheidung: Das Team hatte seinen Traum verwirklicht: Aufstieg in dritthöchste Spielklasse Deutschlands!

 

Der spontane Jubel und die ausgiebigen Feierlichkeiten hatten dann sicherlich Bundesliga-Niveau... Zunächst stand natürlich Jörg-Hendrik Bösenberg im Mittelpunkt, den seine Mitspieler hochleben ließen. Die Glückwünsche kamen natürlich auch von den Gegnern aus Lübeck und von den Zuschauern. Bald dröhnte „We are the Champions“ aus den Lautsprechern, unterbrochen von „TC Blau-Weiß“ und „Nie mehr vierte Liga“ -Sprechchören und auch eine kleine Bierdusche fehlte nicht.

 

Die Mannschaft hatte den Sturmböen getrotzt, konnte trotz der Regenunterbrechungen eine sehr gute Leistung abrufen und hatte sich gegen ein starkes Team aus Lübeck durchgesetzt. Sie hatte sich die Feier also redlich verdient. Die Spieler zeigten dann auch auf der Tanzfläche Qualität und Ausdauer. Sascha Ziegler, der sein Team schon über die ganze Saison erfolgreich leitete, bestimmte als DJ nun schon wieder jeden Schritt seiner „Jungs“...

 

Wenn die Feierlichkeiten abgeklungen sind, steht die nächsten Aufgabe für das Herren-30-Team an: Die Hallensaison, in der sie erneut in der Oberliga Niedersachsen (also doch noch mindestens einmal vierte Liga) antreten, beginnt im November und da zählt der Ruhm dieses grandiosen Aufstiegs leider nicht mehr...

 

 

 

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